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Technik der Ikonenmalerei

 

Die Technik der Ikonenmalerei

Ikonen werden auf eine Holzplatte gemalt, vor allem auf Linde oder Tanne.

Zuerst wird eine bestimmte Beize auf die Oberfläche des Holzes aufgetragen. Dies dient dem Ziel, dass der psysikalische Träger des Bildnisses ästhetisch und langlebig bleibt.

Auf das Holz kommt der Grund der Ikone. Nach jahrhundertelanger Tradition kommt zuerst ein Textilschicht auf die Tafel - dies ist wegen der dünnen Oberfläche notwendig. Dieses Textilstück wird mit Wasser und Leim aufgeklebt.

Der nächste Schritt ist das Auftragen des Kreidegrundes. Dazu wird Bologna-Kreidenpulver und Leim benutzt. Auch diese Phase hat ihr tradizionelles Rezept.

Erst nachdem all die Schichten aufgetragen und getrocknet sind, gelangt der Maler zum tatsächlichen Malen.

Der erste Schritt ist das Vorzeichnen. Einige Künstler tragen die Hauptskizzen mit Kratzer, andere benutzen Aquarellstift, der den Grund nicht beschädigt. Er wird von den oberen Schichten aufgelöst.

Durch das Vorzeichnen entsteht eine meisterhafte Komposition. Wichtig ist es, dass diese Komposition symmetrisch und harmonisch ist. Ihre Grundelemente sind Kreis, Dreieck und Ovale.

Nach der traditionellen Ikonenmalerei wird auch das Malen in Schichten aufgetragen.

Sowohl das Gesicht als auch die Bekleidung ist im Inneren dunkel und werden Richtung ausserwärts immer heller. Diese Methode symbolisert, dass die Ikonenmalerin das Licht aus der Dunkelheit hervorruft und sie hat sowohl theologische als auch transzendentale Bedeutung.

Oft wird schwarze Kontur verwendet, damit Farbendynamik weiter betont wird.

Weiters ist es typisch, dass der Hintergrund und Glorien goldene Farbe haben - auch das trägt theologische Inhalte.

Die Vergoldung hat zahlreiche Techniken. Auf den vergoldeten Hintergrund kommen die Konturen der Glorien und die Schrifte. Auf jeder Ikone steht der Name des dargestellten Heiligen bzw. des Festes.

Als letzter Schritt wird die Ikone mit Dammarlack bedeckt, damit die Ikone ein wasserfestes und immerwährendes Kunstwerk wird.

 
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